Umzug

November 5th, 2012

Der Blog ist umgezogen:

Ab sofort befindet sich der Blog integriert in die Website. Alle interessanten und überflüssigen Artikel können jetzt hier nachgelesen werden.

Svengali – zum Zweiten

September 9th, 2012

Eigentlich hätte dieser Artikel schon längst kommen müssen, jetzt muss ich ihn leider in chronologisch nicht korrekter Reihenfolge nachreichen.

Ein kurzer Urlaub in England bot mir die Gelegenheit noch mal eine Show von meinem Lieblingsmentalisten zu besuchen und so fand ich mich schliesslich im Novello Theatre wieder um Derren Browns „Svengali“ nach über einem Jahr erneut zu sehen.

Wie er selbst auch immer wieder in Interviews und online bestätigte, hat sich die Show während der Tournee doch deutlich gewandelt. Einige herausragende Nummern wurden noch modifiziert und alle schwächeren Elemente gnadenlos gestrichen. Zwar fand ich die Show beim ersten Besuch auch schon sehr gut, aber jetzt nach zig weiteren Aufführungen merkt man schon, wie sie unglaublich schnell wurde und jede Kleinigkeit optimiert wurde. Eines der stärksten Elemente war eine neue Nummer im ersten Teil, bei denen er seine Fähigkeiten als Gedankenleser und als Maler vereinte. Hier ging ein deutliches Raunen durch den Saal und auch ich ertappte mich dabei, dass ich total überrascht und überwältigt wurde.

Der zweite Teil blieb vom Aufbau her gleich, jedoch wurden einige Details im Ablauf verändert. Die Geschichte um „Svengali“ ist nach wie vor unglaublich stark und in gewisser weise auch beängstigend. Das Finale, seit jeher eines der Markenzeichen von Derren Brown, wurde ebenfalls umgestaltet. Die Effekte wirken zweifellos absolut erschlagend und sind genial inszeniert. Allerdings war hier der Ablauf deutlich anders als im Vorjahr und ich befürchte, daß mir die alte Variante doch ein klein wenig besser gefallen hat. Extrem beeindruckend waren bei ihm immer die falschen Enden, bei denen jedesmal, wenn man dachte, ein starker Effekt wäre zu Ende, ein noch stärkerer folgte und die Zuschauer absolut fassungslos machte. Dies vermisste ich leider diesmal ein wenig. Keine Frage: Die Show ist super. Aber wer „Enigma“ gesehen hat, wird wissen was ich meine.

Sicherlich wird die Show demnächst vom englischen Fernsehen ausgestrahlt, dann kann sich ja jeder sein eigenes Bild machen. Apropos Bild: Allein schon wegen diesem Blick lohnt sich der Besuch 😉

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Fantastique

September 2nd, 2012

Letzte Woche erfuhr ich von dem neuen Programm im Stuttgarter Friedrichsbau Variete und entschied mich spontan eine Reise dorthin zu unternehmen. Jetzt bin ich wieder da und versuche die Eindrücke wieder aufleben zu lassen und mich an die Atmosphäre zu erinnern.

Das Programm spielt im Salon eines eleganten Hauses am Ende des 19. Jahrhunderts. Die geheimnissvolle Gastgeberin Roxanne hat sich die faszinierendsten Vertreter der magischen Kunst eingeladen um mit Ihnen einen magischen und vielleicht sogar unheimlichen Abend zu verbringen. Es sind geladen: Jan Becker, Sebastian Nicolas, Rafael, Alberto Giorgi & Laura sowie Adrian Soler & Andrea.

Einige dieser Namen sind bei uns schon wohl bekannt aber auch die noch nicht gesehenen Darbietungen überzeugten allemal. Das Programm wird von einer wundervollen Regie zusammengehalten und hat eine unglaublich dichte Atmosphäre. Alle Nummern sind auf höchstem Niveau und endlich einmal wieder wurde Zauberkunst als eine ernstzunehmende, geheimnisvolle und meisterhafte Kunstform dargestellt. Das Programm ist das magischste Zauberprogramm, das ich seit langem gesehen habe.

Zu sehen ist Fantastique noch bis zum 20.10.2012. Also auf nach Stuttgart und anschauen!

GEMA Petition

Juli 4th, 2012

Die GEMA ist eine Institution, die das Ziel hat, Musiker und Komponisten die angemessene Vergütung für ihre Werke zukommen zu lassen. Was prinzipiell eine gute Sache ist, erweist sich in der Praxis oftmals als kompliziert, undurchsichtig und sehr teuer. Vor allem für Veranstalter, die Musik nutzen wollen, stellen die Regularien manchmal unüberwindbare Hindernisse dar.

Gerade läuft eine Petition, die eine weitere Reform der GEMA Gebühren verhindern will. Ich finde, jeder sollte sich eine Meinung dazu bilden, denn das Thema betrifft mehr als man glaubt. Hier der Link zur Petition: http://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-tarifreform-2013-gema-verliert-augenmass

Phaeno

Juni 10th, 2012

Bin gerade über diese interessante Einrichtung gestoßen. Falls mal jemand in der Gegend ist, kann er sich das ja mal anschauen und mir dann berichten. Hört sich auf jeden Fall sehr spannend an:

 www.phaeno.de

Traunstein

Mai 31st, 2012

Mein Soloprogramm ist wieder unterwegs und am 09. Juni (also in gut einer Woche) im NUTS in Traunstein zu sehen. Man könnte das ja mit einem kleinen Ausflug verbinden und abends die Möglichkeit wahrnehmen theatrale Zauberkunst zu geniessen. Es gibt noch Karten, also auch unbedingt an alle Freunde, Verwandte etc. weitersagen. Hier der Link zum Theater: www.nuts-diekulturfabrik.de

Das kleine Spiel

Mai 25th, 2012

Lange ist es her seit dem letzten Beitrag. Aber das Ziel war ja auch immer, dann etwas zu schreiben, wenn es etwas Interessantes, Bewegendes oder Wichtiges zu berichten gibt. Daher also nun der neue Beitrag, der meiner Meinung nach alle dieser Kriterien erfüllt.

Vor kurzem wurde ich durch Zufall aufmerksam auf eine kleine aber wirklich bemerkenswerte Puppenbühne in München: Das kleine Spiel.

In einem kleinen Kellerraum in Schwabing ist seit nunmehr 65 Jahren das „Kleine Spiel“ beheimatet. Ich hatte das Vergnügen das aktuelle Stück „Geh nicht nach El Kuwehd“ zu sehen und war total begeistert. Marionettentheater, Schattenspiel, reale Schauspieler, Livemusik und ausgefeilte Lichtechnik schafften eine surreale Atmosphäre, die so fesselnd war, dass man gar nicht genug davon bekommen konnte. Die Geschichte, die im Orient vor langer Zeit spielte war so gekonnt inszeniert, dass wohl jeder total begeistert war.

Demnächst steht das Stück „Volpone“ von Ben Johnson auf dem Programm. Ich bin schon sehr gespannt und kann einen Besuch nur dringend empfehlen. Weitere Infos gibt es unter www.kleinesspiel.de

Nürnberg

Februar 6th, 2012

Am Wochenende war ich mal wieder unterwegs um mein Soloprogramm zu spielen. Der Weg führte in den hohen Norden direkt nach Nürnberg. Da noch etwas Zeit war, blieb Gelegenheit, ein bisschen durch die Stadt zu schlendern und siehe da: Ein Plakat machte gross Werbung für eine Ausstellung über Zauberkästen im Spielzeugmuseum. Wie ich danach feststellte, war es nicht nur ein Plakat. Die ganze Innenstadt war übersät mit Hinweisen. So eine Werbung könnte man sich manchmal selbst wünschen.

Wie ich also erfuhr läuft im Spielzeugmuseum gerade eine Sonderaustellung (noch bis 19.02.), die einige der historischen Zauberkästen aus der berühmten Sammlung von Wittus Witt zeigt. So verbrachte ich also einige Stunden im Museum und studierte vor allem die Zauberkästen genau. So eine Ausstellung, die Hintergründe über unsere Kunst zeigt, ohne jedoch Geheimnisse aufzudecken, wäre wunderbar um das Ansehen der Zauberkunst in der Bevölkerung zu steigern. Vor allem im Ausland gab und gibt es solche Austellungen und auch hier würde ich mir mehr davon wünschen. Leider hatte ich während meines Aufenhalts den Eindruck, dass die vereinzelten Besucher dem Thema nicht die Wertschätzung entgegenbrachten, die wir Magier uns wünschen würden. Hier ist sicherlich noch mehr Öffentlichkeitsarbeit und Nachhilfe notwendig.

Schliesslich machte ich mich auf den Weg ins Tassilo Theater um mein Programm vorzubereiten. Von aussen ziemlich unscheinbar, verbirgt sich hinter der Fassade ein phantastisches Gewirr aus Treppen, Nischen, Gängen und Sälen. Dieser Ort ist absolut einzigartig und strahlt eine solch geheimnissvolle Nostalgie aus, die wie geschaffen ist für mein Programm. Diejenigen, die das Programm schon kennen, wissen, dass es auch hier einen Teil gibt, der vergangene Zeiten wiederaufleben lässt.tassilo1.jpg

Die Show lief soweit auch gut, und man merkt, dass mittlerweile ein gewisser Rhythmus eingekehrt ist. Inzwischen fühlt sich das Programm ziemlich gut an und ich muss nicht mehr über jeden Schritt nachdenken. Leider war das Theater an diesem Abend nicht ganz voll, so dass die Stimmung und die Publikumsreaktionen nicht wie gewohnt waren. Ich hoffe sehr, dass es gelingt diese Art von Programm in diversen Theatern zu etablieren. Viele gute Zauberkünstler entwickeln sich von der Zauberei weg und machen Programme, die fast nur noch aus Kabarett oder Comedy bestehen. Wenn es aus persönlichen Gründe geschieht, mag das ok sein, wenn es jedoch nur darum geht mehr Leute anzulocken, ist es vielleicht ein zu bequemer Weg. Moderne Zauberkunst kann den Menschen ein unglaubliches Gefühl schenken und ihnen einmalige Erlebnisse geben, die mit keiner anderen Kunstform zu erreichen sind. Daher habe ich drei Wünsche: Erstens an alle Zauberkünstler, den Mut zu haben ein tolles Programm zu entwickeln und dieses so oft wie möglich zu spielen, auch wenn es finanziell nicht so erfolgreich ist. Zweitens, an alle Theaterbetreiber, den Mut zu haben, Zauberprogramme zu zeigen und damit dem Publikum die Vielfalt künstlerischen Schaffens zu zeigen. Und drittens an alle Zuschauer. Gehen Sie neue Wege. Riskieren Sie, sich ein Programm von einem unbekannten Künstler anzusehen oder eine neue Kunstform wahrzunehmen. Sie werden mit Erfahrungen und Eindrücken belohnt. Speziell im Hinblick auf Zauberkunst, sei der Hinweis gestattet, dass moderne Zauberkunst nichts mehr mit alten Klischees zu tun hat und junge wie alte Zuschauer faszinieren und unglaublich gut unterhalten kann.

Auf dem Weg nach Hause gab es noch einen kurzen Zwischenstopp in Ingolstadt, wo ich vor dem Stadttheater folgendes Plakat sah. Ich fand dieses Zitat unglaublich wahr und wert darüber nachzudenken.

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das schreibt die Presse…

Januar 27th, 2012

Hier noch die Zeitungskritik über die Show in Rosenheim vom 14.01.2012:

Rückblick ins 19. Jahrhundert

Mit seinem Programm „Geschichten – Gedanken – Geheimnisse“ gastierte der Magier und Mentalist Andreas Maier im Theater am Markt Ost.

Maier holte die Zuschauer nach der gelungenen Premiere 2011 im ausverkauften Saal bei ihren Erwartungen ab und zeigte Darbietungen, die viele von einem Zauberkünstler erwarten, gab jedoch den Klassikern immer eine besonderen Wendung. Dachte man erst noch, dem Magier wäre ein Fehler unterlaufen oder man hätte den Trick durchschaut, so konterte dieser umgehend mit der nächsten Überraschung und zeigte, dass alles so lief wie von ihm vorgesehen.

Der Abend gestaltete sich interessant durch die Abwechslung lustiger Elemente, poetischen Musiknummern und Zuschauerbeteiligung, wenn der Magier versuchte, die Entscheidungen seiner Gäste zu beeinflussen und vorherzusehen. Einer der Tricks verblüffte damit, dass eine unterschriebene Spielkarte in vier Teile zerrissen und dann nacheinander wieder zusammengesetzt wurde.

Im zweiten Teil bot der Künstler eine dramaturgische Wendung: Durch Bühnenbild und Kostüm wurde das Publikum ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Maier schilderte eine dramatische Geschichte aus dieser Zeit und illustrierte sie mit unheimlichen Effekten und zeigte eindrucksvoll, wie eine Séance damals ausgesehen haben könnte.

neue Illusion

Januar 27th, 2012

Hier das neueste noch streng geheime Foto von den Proben für eine neue Schwebeillusion. Naja, die Luftdüse müsste man noch etwas besser verstecken 😉sam_1871.JPG